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Presse
Weihnachten bei KoschorreksDieses Jahr wird alles anders Stadtspiegel 08.12.2010 Von Silke Sobotta
Weihnachten bei Koschorreks. Stellen Sie sich vor, es ist Heiligabend und es steht kein Tannenbaum zum Schmücken bereit. Unter dem Motto „Weihnachten bei Koschorreks – Dat Drama geht weiter“ landete Elmar Rasch als Erich Koschorrek mit Mezzosopranistin Anja Günther als Gattin Gundula mehr als nur eine Punktlandung. „Verstärkt“ durch Nicole Mallek als Nichte Svenja oder, wie Erich sagen würde, Schwenja und Alexander Welp als Neffe Jens ließ das Quartett kaum ein Auge trocken bleiben. Denn eins ist klar: So wie Koschorreks möchte wohl keiner der anwesenden Zuschauer seinen Heiligabend verbringen! Nebenbei gibt es natürlich den ein oder anderen Seitenhieb in Richtung Regierung, wenn es darum geht, dass Angela Merkel die griechisch-irische Mutter Teresa ist, oder der Frage nachgegangen wird, ob Guido Westerwelle nun ein Mann oder eine Frau ist. Aber auch um Allgemeinwissen ging es im Hause Koschorrek: „Wer schrieb eigentlich Faust? – Na, Klitschko, ist doch klar!“ |
Zwischen Komödie und SozialkabarettWAZ 30. Juni 2009
Elmar Rasch begeistert mit zweiter Produktion
Seine Gundula ist nicht da, deshalb hat Erich sturmfreie Bude: Die Gelegenheit, mal in aller Ruhr vom Leder zu ziehen und sein Leid zu klagen. „Da steht man nichtsahnend morgens um zwölf auf, weil man zum Klo muss, da hat die Gundula alles mit Blumen und Duftkerzen voll gestellt“, regt sich der Schmalspurmacho auf. Die Höhe: „Dann hängt da noch ein Plakat, dass Mann hier im Sitzen pinkeln soll!“ Aber nicht nur mit der Gattin, sondern auch mit der Agentur für Arbeit hat man so seine liebe Not. „Ich habe denen mal das Modell Koschorrek vorgeschlagen: Einen Monat lang Hartz IV kostenlos testen und dann für Doch eigentlich müsse man sich über diese Kontrollvisiten freuen: „Die Agentur pflegt als Einzige noch dieses alte Kulturgut der Ehemaligen DDR.“ Zu Hochform läuft Elmar Rasch nach der Pause auf, wenn er unter vollem Stimmund Körpereinsatz seine Erlebnisse mit megacoolen Jugendlichen und nervigen „Ömmaken“ im Supermarkt erzählt. Hier bleibt kein Auge trocken. Sto
Ruhrpott-Kabarett bietet gelungenen AbendAhlener Zeitung 28 · 09 · 08 Neuenkirchen. Angekündigt wurde er wie Henry Maske vor dem Kampf gegen Virgil Hill: „Hier kommt Ääääärich Koschorreeeeek!“ Und dann trat er auf, mit fettigen strähnigen Haaren, fülligem Bauchumfang und blauem Schalke-T-Shirt.
Größer hätte der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit nicht sein können. Und von diesen Gegensätzen lebt das Stück. Unter dem diesjährigen Thema „Das Ruhrgebiet zu Gast in Neuenkirchen“ gastierte Elmar Rasch am Freitag in der Snedwinkela-Realschule mit seinem neuen Stück „Ich krich schon widder Wut“. Das Leben des Erich Koschorek ist ein einziges Drama. Es fängt damit an, „dat dat Klopapier, wat meine Gundula mich angeschleppt hat, dat reinste Schmirgelpapier is! Da krich ich schon widder Wut“. Außerdem ist er Hartz-IV-Empfänger. Natürlich würde er sofort wieder arbeiten. Das Dumme ist nur, dass immer wenn die Arbeitsagentur mit einem neuen Job droht, er just wieder Malessen mit dem Kreuz oder seinem Knie hat. Dr. Kanoppke regelt das schon mit einem Attest. Außer einmal: Da bekam er eine Zusage als Manager! Er sah die Millionen schon auf seinem Konto. Bis Gundula mit ihrem Brigitte-Wissen klarmachte, dass „Facility-Manager“ nichts anderes als Hausmeister heißt. Also doch wieder das Kreuz und das Knie. Aber eine Business-Idee hat er: Nach dem Prinzip „Kunde wirbt Kunde“ könnte er doch andere Zeitgenossen überzeugen, auch Hartz-IVer zu werden. Er sieht sich schon als erfolgreicher Außenmitarbeiter der Arbeitsagentur. Aber Elmar Rasch alias Ärrich (Erich Koschorrek) und Anja Günther als Gundula schaffen es, mit Ruhrpott-Sprache und ganz viel Wortwitz, die Lachmuskeln einen Abend lang zu strapazieren. Sie schaffen den Spagat, dass der Zuschauer über die so tragischen Existenzen lauthals lachen kann und trotzdem ihre ganze Sympathie gewinnt. „Ärrich un’ Gundula wie du und ich“, ein gelungener Abend. VON STEFAN KÖSTERS Klopapier zum HochzeitstagWAZ Gelsenkirchen vom 22. April 2007
"Erich Koschorrek" im Revierpark: Neues Stück von Elmar Rasch feierte Premiere. Die Mischung aus Boulevardkomödie, Kabarett und Realsatire sorgte für zahlreiche Lacher beim Publikum "Wat is dat denn für ein Schmirgelpapier? Mensch, ich krich schon widder Wut!" So tobt Erich Koschorrek, ein richtiger "Bollerkopp", wie seine Frau Gundula ihn tituliert, auf dem "stillen Örtchen." Da muss erst mal eine Flasche Bier her aus dem Geheimversteck unterm Spülstein, von dem die Gattin natürlich nichts wissen darf - "obwohl die doch auch immer mitte Gerda den Aufgesetzten pichelt." Boulevardkomödie im Ruhrpottidiom, Realsatire und ein guter Schuss Kabarett: Das sind die Zutaten, mit denen Schauspieler und Autor Elmar Rasch sein erstes Theaterstück um die von ihm erfundene Figur Koschorrek geschrieben hat. "Ich krich schon widder Wut - Ein einziges Drama" hatte am Wochenende im Forum des Revierparks Nienhausen Premiere. Der Vorlauf zum Hochzeitstag (an dem dummerweise Schalke gegen Dortmund spielt - ein Dilemma!) bildet den roten Faden, an dem entlang das Stück sich bewegt. Rasch setzt auf Situationskomik und Wortwitz (wobei die Pointendichte nach der Pause wesentlich höher ist), schiebt in die hitzigen Dialoge mit seinem "Purzelbäumchen" Gundula immer wieder Monologe für Erich ein. Diese gehören zu den stärksten Momenten, da Rasch hier ideenreich und kabarettistisch seine Spitzen verschießt, vor allem gegen Hartz IV: "Jetzt heißen die Arbeitslosen doch alle Kunden. Wenn ich denen einen Kunden werbe, könnte ich doch eine Kaffeemaschine bekommen. Bei fünf Neukunden auch schon mal ne Woche Schwarzarbeit." Aber das bleibt Träumerei, stattdessen soll er Blätter im Stadtpark fegen. Für einen Euro. "Pro Blatt?" Nein, pro Stunde. Erich, ein Möchtegern-Macho, der sich alle zwei Wochen mal die Hände wäscht und sonst außer Fernbedienung und Bierflasche nichts anrührt, wird von seiner Gattin ganz schön auf Trab gebracht. "Genau wie bei uns zu Hause", entfuhr es einer Besucherin zwischen zwei Lachanfällen. Elmar Rasch und Anja Günther (Gundula) brillierten durch Präsenz, gutes Timing und bisweilen urkomisches Spiel in Gestik und Mimik - das Publikum war begeistert. Erich Koschorrek hat als "Ruhrgebietskomödie" mit Selbstironie und Lokalkolorit das Zeug zum Erfolg. Eine "Wut-CD" von Erich ist als nächster Schritt des Projekts in Planung. Sto |
Kommentare
- Katoffel und Äppel
Eine Geschichte wie aus dem Leben gegriffen. E... weiterlesen...
12.07.10 11:08
Von Michael Dettmer




Ein Tisch, ein Gartenstuhl, eine Mülltonne und ein paar zerknüllte Bierdosen – fertig ist der Hinterhof. Mehr braucht Schauspieler und Autor Elmar Rasch auch nicht, um als Erich Koschorrek das Publikum zum Lachen zu bringen. In der Rolle des ewig nörgelnden Ruhrpottoriginals brachte Rasch bereits die zweite Produktion im Revierpark Nienhausen auf die Bühne: „Erich – allein Zuhaus“ (Regie: Michael Walter) hatte am Wochenende Premiere.
